Die Problematik des globalen Konsums regionaler ProdukteLa quinoa: oro y maldición para los pueblos andinos

Die Quinoa, grano de los incas, hat sich rapide auf dem europäischen Markt ausgebreitet. Die wachsende Nachfrage bringt in den Erzeugerländern Probleme mit sich, sei es durch den Preisanstieg, sei es durch nicht nachhaltige Anbaumethoden. Die Lernenden werden für diese Probleme sensibilisiert und nehmen in einer abschließenden Diskussion verschiedene Perspektiven zum Thema ein.

Quinoa, grano de los incas

Die Schüler diskutieren positive und negative Konsequenzen des "Booms" von Quinoa. © Einladung_zum_Essen / pixabay

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Quinoa, das „grano de oro“ oder „grano de los incas“, ist seit Jahrtausenden Hauptnahrungsmittel in der Andenregion und wurde erst seit den 1990er-Jahren auf den nordamerikanischen sowie europäischen Märkten bekannt. Dank der steigenden Zahl der Vegetarier und Veganer, aber auch wegen des wachsenden Wunsches nach bewusster Ernährung stieg die Zahl der Konsumenten sprunghaft an. Es ist ein „Superfood“, das nicht mehr von den Speisekarten vieler Sternerestaurants sowie dem Ernährungsplan von Vegetariern und Veganern wegzudenken ist.

Die Verbreitung dieses Pseudogetreides auf dem deutschen Markt verlief ebenso rapide und vielfältig wie sein Konsum: Quinoa hat nicht nur die Bioläden erobert, sondern sich auf dem Markt ausgebreitet und in verschiedenen Formen (als Duschgel oder Hautcreme) die Drogerien sowie die Regale der Discounter erreicht. Quinoa ist somit in die Essgewohnheiten vieler Deutscher bereits integriert.

 

Auswirkungen für die Anbauländer

Durch die wachsende Nachfrage und die entsprechende Zunahme der Produktion sind die Gewinne in den lateinamerikanischen Ländern deutlich gestiegen. Diese auf den ersten Blick positive Entwicklung hat jedoch ihre Schattenseite in mehrfacher Hinsicht: die Ausbreitung von Monokulturen, die Anwendung von nicht nachhaltigen Anbaumethoden und einen bedeutenden Preisanstieg auch in den Herkunftsländern, der den Verzehr dieses wegen seiner Eigenschaften unverzichtbaren Grundnahrungsmittels für die autochthonen Völker in den Anbauländern unerschwinglich macht. Der daraus resultierende Mangel an diesem Nahrungsmittel führt bei den indigenen Völkern zu einer Unterernährung. Aus all diesen Gründen soll das Thema des Anbaus von Quinoa nicht allein positiv betrachtet werden, sondern es soll auch die Kehrseite dieser Entwicklung gezeigt und als Ausgangsbasis für Unterrichtsdiskussionen genutzt werden.

 

Durchführung der Unterrichtseinheit

Der Fokus dieser Unterrichtseinheit „la quinoa: oro y maldición para los pueblos andinos“ liegt auf der mündlichen Kommunikation, insbesondere auf der Diskussion über die positiven und negativen Auswirkungen auf das Leben der Bewohner des Altiplano. Diese kann in eine Unterrichtsreihe zu „Los desafíos en la América Latina del siglo XXI“ oder „La vida actual de los indígenas“ eingebettet werden. Auf diese Weise sollen die Lernenden die Teilnahme an Gesprächen üben. Dabei sollen sie Argumente für beide Seiten suchen, insbesondere Vor- und Nachteile der Situation erkennen, und ihre eigene oder eine vorgegebene Meinung ausdrücken und später in einer Diskussion verteidigen …

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