12. – 13. Schuljahr

Nicole Ferber | Mareike Gloeckner

Smarter Einsatz von Smartphones in der Schule

Mithilfe einer Simulation Regeln für den Umgang mit dem Smartphone erarbeiten

In einer simulierten Schulkonferenz wird über ein Verbot von Smartphones im Unterricht und in der Schule diskutiert. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich medienkritisch mit dem Thema auseinander, indem sie in die unterschiedlichen Rollen der Diskussionsteilnehmer schlüpfen und deren mögliche Sichtweisen reflektieren.

Die Frage eines verantwortungsbewussten Umgangs mit dem Smartphone ist aktuell und stellt jede Lehrkraft und Schule vor eine Herausforderung. In diesem Artikel wird beschrieben, wie die Schülerinnen und Schüler einer 12. Klasse eines Grundkurses Spanisch im Rahmen einer Simulation Regeln zum Umgang mit dem Smartphone für ihre Schule und insbesondere für den Unterricht erarbeiten.
Während dieser Simulation setzen sich die Schüler aus verschiedenen Perspektiven mit der Herausforderung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit dem Smartphone im Unterricht und in der Schule auseinander. Sie diskutieren in einer simulierten Schulkonferenz das Für und Wider des Einsatzes von Smartphones und erarbeiten anschließend einen Regelkatalog mithilfe verschiedener Quellen wie rechtliche Vorgaben, Medienkonzepte etc.
Methode der Simulation als komplexe Handlung
In einem vorgegeben Rahmen übernehmen die Lernenden in einer Problemsituation, in diesem Fall einer Schulkonferenz, bestimmte Rollen und Aufgaben, die ihnen immer auch Entscheidungen abverlangen: „Die Simulation ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe Lernende durch Probehandeln in einem sanktionsarmen Raum auf künftige Aufgaben in der Realität vorbereitet werden (Grünewald/Küster 2009: 140 –141).
Sie agieren sprachlich und inhaltlich weitgehend selbstständig. In der Aufgabe geht es darum, für ein Problem in einer Gruppe gemeinsam eine Lösung zu finden. Dazu müssen Verhandlungen geführt, Vereinbarungen getroffen und Ziele formuliert werden. Das Ergebnis ist dabei nicht vorgegeben, sondern wird in der Gruppe erarbeitet. Simulationen stellen eine interessante und handlungsorientierte Möglichkeit dar, die perspektivische Wahrnehmung zu erproben und Empathiefähigkeit zu entwickeln, z.B. im Rahmen interkultureller Begegnungen.
Medienkompetenz durch Handlungsorientierung
Die Simulation lehnt sich an das Thema des 3. Semesters im Fach Spanisch des Rahmenlehrplans für Spanisch Berlin „Eine Welt globale Fragen: El mundo de los medios de comunicación an. Sie greift das auf, indem sie die Lerner dazu anhält, sich mit dem aktuellen Thema „Smartphones im Unterricht auseinanderzusetzen und eine praxisorientierte Lösung zu finden. Im Hinblick auf die geforderten Kompetenzen der KMK (vgl. Bildung in der digitalen Welt, 2016: 1718) werden hier mehrere Kompetenzbereiche Kompetenzen gefördert (siehe Tabelle 2 im Basisartikel).
Durchführung der Simulation
Bei der Planung wurde auf das 4-Phasen-Modell von Grünewald und Küster (Grünewald/Küster 2009: 141) zurückgegriffen, das wie folgt adaptiert wurde (vgl. Kasten 1 ):
Vorbereitungsphase (3 x 45 Min.)
Im Vorfeld haben sich die Lerner im Rahmen der Unterrichtsreihe „Oportunidades y riesgos de los medios de comunicación mit dem Thema „Risiken und Chancen von digitalen Medien anhand von verschiedenen Textformaten wie Zeitungsartikel, Blogartikel, Comics, Podcastepisoden usw. kritisch auseinander gesetzt (im Klassenverband mit der Lehrkraft). Der Wortschatz zum Wortfeld „Medios de comunicación ist demzufolge erarbeitet und vertieft worden.1
Da die Lerngruppe noch keine Simulation durchlaufen hat, erhält sie zunächst einen kurzen Lehrervortrag über den Ablauf einer Simulation. Im Anschluss bearbeiten die Schüler hoja de trabajo 1 . Neben dem Arbeitsauftrag finden sie dort eine Linkliste zu Webseiten, die sich mit dem Thema Medien in Schulen beschäftigen, und die Beschreibung der Problemsituation. Ausgangslage sind die Beschwerden...

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